Vermeiden Sie Verkehrsunfälle aufgrund von Allergien

Der Frühling kommt ... und bringt die Unannehmlichkeiten der Jahreszeit mit sich: Auch Allergien sind wieder da und können für Autofahrer eine echte Gefahr darstellen.
Vermeiden Sie Verkehrsunfälle aufgrund von Allergien
©Estradaanton/iStock

Mit den steigenden Temperaturen und dem Aufblühen vieler Pflanzenarten nehmen Pollenflug und Allergien zu, die Augenreizungen, Trockenheit im Hals und vor allem Niesen auslösen können. Niesen am Steuer ist jedoch gefährlich, denn bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h bedeutet das, für etwa 20 Sekunden die Sicht auf die Straße zu verlieren. Mit anderen Worten: Sie fahren 500 Meter, ohne die Situation unter Kontrolle zu haben. Darin besteht das Hauptrisiko. Bei 120 km/h führt eine Reihe von 15 Niesern dazu, dass Sie 650 Meter zurücklegen, ohne auf die Straße zu achten. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr etwa 100 Verkehrstote auf Allergien zurückzuführen sind.

Eine besorgniserregende Situation

Allergische Erkrankungen haben sich in den letzten zehn Jahren vervielfacht und betreffen mittlerweile Millionen von Menschen. Diese Zahl wird weiter steigen: Es wird geschätzt, dass in wenigen Jahren die Hälfte der Bevölkerung an Allergien leiden wird.

8 Tipps für Allergiker am Steuer

  1. Saugen Sie den Innenraum Ihres Fahrzeugs einmal pro Monat und achten Sie dabei besonders auf Teppiche, Stoffsitze und das Armaturenbrett. So wird verhindert, dass sich Schmutz, Staub und Pollen ansammeln und eine allergische Reaktion im Auto auslösen.
  2. Wechseln Sie alle 15.000 Kilometer oder mindestens einmal im Jahr den Innenraumfilter (ab 30 Euro), der unangenehme Gerüche und allergieauslösende Partikel blockiert. Die bekanntesten Marken verfügen über spezielle Filter, die einen verbesserten Schutz gegen Pollen bieten, mit einer bis zu 90 % höheren Effizienz als herkömmliche Modelle dank der Verwendung chemischer Verbindungen wie Polyphenol, die aus Pflanzen mit antioxidativen Eigenschaften gewonnen werden und die Filterung und Neutralisierung von Allergenen garantieren.
  3. Die Pollenbelastung ist zu Beginn und am Ende des Tages am höchsten, daher sollten Sie das Autofahren zu diesen Zeiten möglichst vermeiden.
  4. Es ist ratsam, eine Brille mit polarisierten Gläsern zu tragen, weil sie die Augen vor dem direkten Kontakt mit Pollen schützen und Blendeffekte reduzieren.
  5. Keine Selbstmedikation. Wenn Sie unter Allergien leiden, ist es ratsam, einen Facharzt aufzusuchen, der Ihren speziellen Fall untersucht und eine angemessene Behandlung ohne Nebenwirkungen verschreibt. Denken Sie daran, dass manche Medikamente, die zur Linderung der Symptome eingesetzt werden, übermäßige Schläfrigkeit verursachen können, was beim Autofahren ein besonderes Risiko darstellt. Experten zufolge entspricht das Fahren unter dem Einfluss von Medikamenten, die Schläfrigkeit verursachen, dem Fahren mit einem Blutalkoholspiegel von 0,5 bis 0,6 g/Liter.
  6. Während der Frühlingsmonate, wenn sich die Symptome verstärken, sollten Sie es vermeiden, Haustiere wie Hunde und Katzen mit ins Auto zu nehmen: Ihre Haare können Partikel übertragen, die Sie während der Fahrt wiederholt zum Niesen bringen können.
  7. Überprüfen Sie die Lufterfrischer, die Sie in Ihrem Auto verwenden: Einige enthalten allergene Substanzen wie Limonen oder Terpinen.
  8. Seien Sie beim Einschalten der Klimaanlage vorsichtig: Wählen Sie bei Fahrten durch Gebiete mit hohem Pollenflug den Umluft-Modus, um die Zufuhr von Außenluft zu vermeiden und ein gesünderes Innenraumklima zu bewahren.