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Restaurant L’Oasis (Mandelieu)
Emmanuel Tresmontant-29-06-2010
Die Gemeinde Mandelieu-la-Napoule am Fuße der Gebirgsketten Esterel und Tanneron, 8 km von Cannes entfernt, liegt direkt am Mittelmeer und bietet Gelegenheit zu einem 45 minütigen Spaziergang mit herrlicher Aussicht entlang des botanischen Pfades.
Während es im Winter hauptsächlich die Mimosenblüte ist, die die Besucher anzieht, ist La Napoule im Sommer bekannt für den sehr schönen Golfplatz, den Yachthafen, angenehme kleine Sandstrände und die ungewöhnliche Burg aus dem 14. Jh., die während der Années Folles, der wilden 20er Jahre, im Besitz eines exzentrischen amerikanischen Bildhauers namens Henry Clew (1876-1937) war.
Die Fotos von Robert Doisneau und die Novellen von Francis Scott Fitzgerald gehören der Vergangenheit an, aber in La Napoule hat sich bis heute eine gewisse, von Unbeschwertheit und Sorglosigkeit geprägte Lebenskunst erhalten, von der auch das Restaurant L’Oasis zeugt, das, 50 Jahre nach seiner Gründung durch den berühmten Koch Louis Outhier, nach wie vor eines der schönsten Restaurants der Côte d’Azur ist.
Das L’Oasis besitzt in der Tat gleich mehrere Trümpfe. Da ist zunächst der grüne Innenhof, in dessen Mitte ein kleiner Wasserfall plätschert und der besonders in der heißen Jahreszeit eine willkommene Oase der Frische ist …
Hinzu kommt ein ungewöhnliches Köche-Trio, gebildet von den Brüdern Raimbault: Stéphane, Antoine und François. Da jedes Team einen Anführer braucht, fiel diese Rolle wie selbstverständlich Stéphane zu, der nicht nur ein Weltenbummler (er hat 9 Jahre in Japan gelebt), sondern zugleich der Perfektionist der Familie ist (im Alter von 24 Jahren erkochte er sich den zweiten Stern).
Die Küche der Brüder Raimbault ist eine Hymne an das Mittelmeer, an seine typischen Düfte, Aromen und Farben. Der Fisch, natürlich aus lokalem Fang, wird jeden morgen frisch auf dem Forville-Markt in Cannes eingekauft. Ein kleiner Hauch Asien gibt den Gerichten einen besonderen Touch und brachte einige große Klassiker hervor, die den Ruf des Hauses begründeten, wie Krebsfleisch mit Guacamole an Langusten-Portulak-Salat mit Curryöl.
Gleichzeitig hat Stéphane Raimbault eine ganz besondere Vorliebe für das schwarze Kobe-Rind, dessen fettes Fleisch sehr fein geschnitten und als Teppaniyaki gebraten mit Soja Impérial serviert wird.
Ein weiterer Grund, sich zum Mittag- oder Abendessen ins L’Oasis zu begeben, ist der Sommelier Pascal Paulze, einer der brillantesten Sommeliers Frankreichs. Seit 20 Jahren schon stellt er sein Talent in den Dienst des Hauses und hat im Laufe der Zeit eine außerordentliche Weinkarte zusammengestellt, die höchste Bewunderung verdient. Eine Karte, die schon beim Lesen das Herz des Weinfreundes höher schlagen lässt und auf der auch preislich jeder das Richtige für sich findet.
In diesem Sommer hält Stéphane Raimbault für seine Gäste ein Gericht bereit, wie es frischer nicht sein könnte: „Langustensalat in der Art einer sommerlichen salade niçoise“, ein Augen- und Gaumenschmaus, dessen Zubereitung gar nicht so kompliziert ist, wie man meinen sollte. Sein Geheimnis? Ein paar Tropfen Sardellen-Fischsoße, die dem Salat eine zusätzliche, ganz besondere Note geben. Guten Appetit!
L’Oasis
Praktische Informationen
- Name :
- L'Oasis
- Adresse :
- Rue Jean Honoré Carle F - 6 210 La Napoule
